Regionalzentrum Sportklettern NWS

Trainingslager Frankenjura 28.6. – 5.7.2026

Outdoor-Trainingslager Frankenjura

**28. Juni – 5. Juli 2026**

Eine Woche lang stand für unsere Kadergruppe der Kategorien U13 bis Elite alles im Zeichen von Fels, Gemeinschaft und fränkischer Gastfreundschaft. Im Mittelpunkt standen das Training am Fels sowie die Verfeinerung der Klettertechnik. Gleichzeitig arbeiteten wir gezielt an Taktik, mentaler Stärke, Ausdauer und Kraft. Unser Outdoor-Trainingslager führte uns auf den Campingplatz Oma Eichler in Obertrubach – ein idealer Ausgangspunkt mitten im Herzen des Kletterparadieses Frankenjura. Umgeben von Wald und Kalkfelsen bot der Campingplatz beste Voraussetzungen für eine erlebnisreiche Trainingswoche. Besonders beliebt war der eiskalte Quellbach, der das Gelände durchfliesst und sowohl am frühen Morgen als auch nach einem langen Klettertag für die wohlverdiente Erfrischung sorgte. Ebenso legendär ist der hausgemachte Kuchen von Oma Eichler, der weit über die Grenzen des Frankenjuras hinaus bekannt ist. Dieser durfte auf unserem Speiseplan natürlich nicht fehlen.

Das Frankenjura ist weit über die Landesgrenzen hinaus für seine einzigartige Kletterei bekannt. Die stark strukturierten Kalkfelsen verlangen Kraft, Technik und Ausdauer – genau die Mischung, die unsere Athletinnen und Athleten begeistert. Das traditionsreiche Gebiet bietet unzählige Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Aufgrund des Alters vieler Erschliessungen sind die Hakenabstände teilweise grosszügig bemessen. Ein Clippstick zum Einhängen des ersten Hakens gehörte deshalb zur Standardausrüstung, da dieser häufig weit über dem Boden angebracht ist. Auch die grossen Abstände zwischen den Zwischensicherungen verlangten Konzentration, taktisches Klettern und mentale Stärke. Mit langen Expressschlingen oder einer gehörigen Portion Vorstiegsmoral meisterten wir auch diese Herausforderungen. So konnten wir nicht nur unsere Klettertechnik weiterentwickeln, sondern auch unser Selbstvertrauen und unsere mentale Stärke stärken.

Dank der kurzen Zustiege und der geringen Fahrzeiten zwischen den einzelnen Sektoren konnten wir die Zeit am Fels optimal nutzen. Im Durchschnitt kletterten unsere Athletinnen und Athleten täglich sechs bis acht Routen – ein beeindruckendes Pensum. Unsere Seile hingen unter anderem am Zwergenschloss, im Schlaraffenland, an der Schlossbergwand, im Affentheater sowie in der legendären Grünen Hölle.

Natürlich durfte auch ein Ruhetag nicht fehlen, damit sich Haut, Finger und Muskulatur von den intensiven Klettertagen erholen konnten. Der Tag begann mit einem ausgiebigen Crêpes-Frühstück, das von unseren Athletinnen zubereitet wurde. Anschliessend traf sich die Gruppe zu einer spontanen Runde «Räuber und Polizist» im Wald. Was zunächst nach einem harmlosen Spiel klang, entwickelte sich rasch zu einem intensiven Intervalltraining mit vielen Sprints und noch mehr Gelächter. Danach führte uns der Ausflug nach Pottenstein. Dort durfte der Besuch der bereits bestens bekannten Eisdiele selbstverständlich nicht fehlen. Den Abschluss bildete ein entspannter Nachmittag im idyllischen Felsenbad, das bei hochsommerlichen Temperaturen für die nötige Abkühlung und neue Energie für die zweite Wochenhälfte sorgte.

Auch kulinarisch waren wir während der gesamten Woche bestens versorgt. Mit grossen Kochtöpfen und Gaskochern zauberten wir täglich abwechslungsreiche, gesunde und reichhaltige Mahlzeiten für die ganze Gruppe. Ein besonderes Highlight wartete am Dienstagabend im Gasthof Richter in Leutzdorf: Das dort servierte Cordon bleu erhielt von unserer Gruppe die Höchstwertung von **11 von 10 Punkten** – eine Auszeichnung, die keine weiteren Erklärungen benötigt. Den krönenden Abschluss der Lagerwoche bildete das gemeinsame Abendessen im traditionsreichen Gasthof Heldbräu. Mit fränkischem Schäufele und weiteren regionalen Spezialitäten liessen wir den letzten Klettertag genussvoll ausklingen.

Neben den sportlichen Leistungen machte vor allem das gemeinsame Lagerleben diese Woche zu etwas Besonderem. Nach den Klettertagen sassen wir oft bis in die Abendstunden zusammen, spielten Karten, tauschten Erlebnisse aus und liessen die vergangenen Stunden am Fels Revue passieren. Diese gemeinsamen Momente stärkten den Teamgeist ebenso wie die vielen Seillängen, die wir gemeinsam meisterten.

Ein fester Bestandteil unseres Trainingslagers durfte natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen: Am letzten Abend stellten wir uns gemeinsam der mittlerweile schon traditionellen **1000-Klimmzüge-Challenge**. Mit vereinten Kräften erreichten wir die magische Marke – auch wenn das zuvor genossene Schäufele dabei bei einigen noch etwas schwer im Magen lag.

Das Outdoor-Trainingslager 2026 war geprägt von sportlichen Herausforderungen, unzähligen Klettermetern, eindrücklichen Naturerlebnissen, sommerlicher Hitze, kurzen Gewittern und einer grossartigen Freundschaft. Die Kombination aus anspruchsvoller Kletterei, gezieltem Training, gemeinsamen Abenteuern und fränkischer Gastfreundschaft machte diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis.

**Frankenjura – we will be back for more!**

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